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Nachricht Huml fordert klarere Regeln zu Designerb
Nachricht Huml fordert klarere Regeln zu Designerb

Huml fordert klarere Regeln zu Designerbabys

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat zum Start der Woche für das Leben am 29. April klarere Regeln für die Fortpflanzungsmedizin gefordert. Huml betonte am Samstag: In einem umfassenden Gesetz sollten alle Methoden der Fortpflanzungsmedizin geregelt werden. Der wissenschaftliche Fortschritt kann zwar eine wichtige Hilfe für Paare sein, die Kinder haben möchten. Aber nicht alles, was medizinisch möglich ist, ist auch ethisch vertretbar.

Bislang sind weite Teile der Fortpflanzungsmedizin im Embryonenschutzgesetz geregelt. Dabei handelt es sich um ein Bundesgesetz, das bereits 1991 in Kraft getreten ist. Die Vorschriften umfassen aber nicht mehr alle heutigen Möglichkeiten der modernen Medizin.

Die Ministerin, die approbierte Ärztin ist, warnte vor unüberlegten Vorstößen etwa zu sogenannten Designerbabys. Sie unterstrich: Bayern stellt sicher, dass die medizinischen Möglichkeiten etwa der Präimplantationsdiagnostik (PID) verantwortungsbewusst genutzt werden. Die PID darf auf keinen Fall als ein Selektionsinstrument wahrgenommen werden. Oberste Priorität hat vielmehr immer der Schutz des Lebens.

Als Präimplantationsdiagnostik wird die genetische Untersuchung eines durch künstliche Befruchtung erzeugten Embryos bezeichnet, bevor er in die Gebärmutter übertragen wird. Dabei wird gezielt etwa nach Erbkrankheiten oder Chromosomen-Anomalien gesucht. Die PID darf nach dem Embryonenschutzgesetz nur in Ausnahmefällen unter strengen Voraussetzungen vorgenommen werden - und nur in den dafür zugelassenen vier Zentren in Bayern. Zwei davon befinden sich in München, weitere Standorte sind Planegg-Martinsried und Regensburg.

Die Woche für das Leben ist eine bundesweite Aktion der evangelischen und der katholischen Kirche. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto Kinderwunsch – Wunschkind – Designerbaby und thematisiert unter anderem Fragen der reproduktionsmedizinischen Techniken sowie der diagnostischen Verfahren zum Erkennen genetischer Defekte vor der Geburt.

© Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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